10. Juni 2017

Interventionsstudie: Teletherapie vs. Präsenzbehandlung

Die Wirkung teletherapeutischer Stotterbehandlung im Vergleich zu herkömmlicher Präsenzbehandlung. Eine klinische Interventionsstudie.  Im Rahmen einer klinischen Interventionsstudie hat Prof. Harald Euler vom PARLO Institut für Forschung und Lehre in der Sprachtherapie die teletherapeutische Stotterbehandlung mit der herkömmlichen Behandlung ohne vermittelnde Telemedien (face-to-face) verglichen. Bei dem Behandlungskonzept handelt es sich um das für die Kasseler Stottertherapie übliche sprechrestrukturierende Verfahren des Fluency ShapingFluency Shaping: (fluency: Flüssigkeit, Fluss; shaping: formen) – Anders als andere SprechtechnikenSprechtechniken: Sprechtechniken helfen Stotternden, sich ein kontrollierteres und flüssigeres Sprechen zu erarbeiten. Hierbei gibt es eine Vielzahl verschiedener Ansätze und Herangehensweisen – alle verfolgen jedoch das Ziel, das Auftreten des Stotterns zu reduzieren., setzt „Fluency Shaping“ nicht erst an der auftretenden Sprechblockade an. Ziel ist ein durchgängiges weiches Sprechen, was zu einem flüssigeren Sprechen führt und SprechblockadenSprechblockaden: Als Blockaden werden die im Redefluss auftretenden Unterbrechungen durch Stotterereignisse beschrieben. Sie zeigen sich meist durch Wiederholungen und Dehnungen von Lauten, Worten und Sätzen sowie Blockierungen der Artikulation, Atmung und Stimmgebung. durch ein kontinuierliches Anwenden vorbeugt., assistiert durch eine Übungssoftware. Neben dem Vergleich der Patientengruppen hinsichtlich Alter, Geschlecht, vortherapeutischer Stotterfrequenz und vortherapeutischen Kennwerten, steht vor allem der Vergleich der Wirkung der Stotterbehandlung im Vordergrund der Studie. Hierfür wurden die objektiven (Prozentualer Anteil gestotterter Silben) und subjektiven (Emotionen und Gedanken in Verbindung mit dem Stottern) Sprechdaten beider Patientengruppen verglichen. >> Die vollständige Studie finden Sie hier [PDF]