diBS - eine digitale Behandlungsplattform für Sprachpathologien am Beispiel des Stotterns

Gefördert durch das Land Hessen im Rahmen des DISTR@L-Programm Förderlinie 2A


Projektbeteiligte

• KST Institut GmbH
• ZTM Bad Kissingen GmbH
• AOK Hessen (assoziiert)

Die KST Institut GmbH hat große Expertise bezüglich der Entwicklung und Anwendung von Sprachtechnologie durch ein interdisziplinäres Team aus IT-Ingenieuren und spezialisierten Sprachtherapeut:innen. Seit Beginn 2016 setzt Die KST Institut GmbH Software als Übungsergänzung ein. Die Software wurde und wird durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz erweitert und verbessert. Darüber hinaus hat die KST Institut GmbH jahrelange Erfahrung im Organisieren und Durchführen von Online- und Hybridtherapien. Auch hierfür wurden bereits digitale Lösungen geschaffen.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen (ZTM) wurden diese Lösungen zuletzt erneuert und ergänzt. Das ZTM ist spezialisiert auf das Entwickeln und Vermarkten digitaler Lösungen im Gesundheitsbereich. Die AOK Hessen unterstützt das Projekt mit ihrer Expertise maßgeblich.

Zielsetzung
Ziel des Projekts ist es Erfahrungen und Werkzeuge nun in einer Plattform zu vereinen und dies für die gesamte Logopädie nutzbar zu machen. diBS ist ein Projekt zur Entwicklung einer Online-Plattform für Sprach-, Sprech- und Stimmtherapien. Diese Plattform soll Logopäd:innen in die Lage versetzen, online, in Präsenz oder in einer gemischten Form zu therapieren. Die Plattform soll dafür alles rund um den Therapieprozess bieten – Organisation, Therapieinhalte, Therapiedurchführung und computergestütztes Üben mit automatischem Feedback sowie Begleitung des Therapieverlaufs in einer Software vereint. So können mit möglichst wenig Tools möglichst viele Aufgaben erledigt werden. Die Logopäd:innen sollen die Termine für Onlinesitzungen einfach und schnell zusammenstellen können. Mit Hilfe der Plattform sollen Gruppentherapien genauso unkompliziert erstellt werden können wie Einzelsitzungen. Aus verschiedenen Materialien können Therapeut:innen die Inhalte der Therapie ganz individuell für ihre Patient:innen zusammenstellen. Die Sitzungen lassen sich benutzerfreundlich starten und bedienen, auch auf mobilen Geräten. Die Patient:innen bekommen die Möglichkeit, Therapieinhalte mit der Plattform als Aufgaben zu Hause durchzuführen, wobei sie durch störungsspezifische Software digital oder durch Therapeut:innen persönlich genaues Feedback erhalten wie gut sie die Übungen ausführen. Sie sind so nicht mehr alleingelassen mit den Hausaufgaben.

Durch die Plattform können Daten über Übungszeiten, -qualität und Therapiefortschritt erfasst werden. So kann der:die Therapeut:in überprüfen, ob und wie genau die Übungen zu Hause gemacht werden. Diese Daten werden für das automatische Erstellen von Berichten genutzt. Besonders herausfordernd bei diesem Projekt wird es sein, die verschiedenen bestehenden Tools für die einzelnen Bereiche der Therapie nahtlos in einer Plattform zu vereinen. Es sollen Schnittstellen definiert und umgesetzt werden, um externe (Übungs-)Software anzuschließen. Die Logopäd:innen sollen so in Zukunft nur eine Plattform für ihre Arbeit benötigen.

Anwendungsbereiche
Im Rahmen des Projekts diBS wird die Plattform am Beispiel des Stotterns aufgebaut. Die ersten Materialien und Funktionen beziehen sich also auf dieses Störungsbild. Es soll aber zukünftig für viele Störungsbilder der Logopädie erweiterbar sein. Dies ist möglich, da in der Stottertherapie bereits viele verschiedene Funktionen und Therapieformen abgebildet werden müssen.

Fördergeber
Hessisches Ministerium für Digitale Strategien und Entwicklung

Förderzeitraum
1.1.2022 – 31.12.2023

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Stottertherapie für: