Gemeinsam innovativ sein!


Tauchen in Ihrem Praxisalltag immer mal wieder stotternde Kinder zwischen 3 und 6 Jahren auf? Für diese Fälle wenden wir uns mit einem neuen Konzept an Sie!

Wir – die Kolleginnen und Kollegen der Kasseler Stottertherapie – haben mit dem Konzept und dem ersten Intensivkurs für die Altersgruppe von 3 bis 6 Jahren begonnen. Das FRANKINI Konzept wird unter anderem von der Techniker Krankenkasse unterstützt
und durch das Land Hessen gefördert.

Bisher richtete sich unser Therapieangebot ausschließlich an stotternde Kinder ab 6 Jahren. Die Konzeption und Entwicklung von FRANKINI baut auf unserem großen Erfahrungsschatz auf und wurde inspiriert durch die seit 10 Jahren erfolgreiche Durchführung von Eltern-Kind Intensivtherapie in der Gruppe (FranKa Konzept für Kinder zwischen 6 und 9 Jahren). Motiviert haben uns außerdem viele Anrufe hilfesuchender Eltern von jungen stotternden Kindern und deren Wunsch nach Beratung, spezialisierten Therapieangeboten und Austausch mit anderen betroffenen Familien.

Gerne möchten wir in diesem Projekt gemeinsam mit Ihnen arbeiten.
Zu den Details der Zusammenarbeit kommen Sie hier.

 

Das FRANKINI-Konzept


Vorrangiges FRANKINI-Ziel ist der Erhalt und die Stärkung von Sprechfreude und die Prävention vor negativen Auswirkungen des Stotterns auf das Kommunikationsverhalten und die sozialen Beziehungen. Erst im zweiten Schritt geht es um spielerisches Erlernen von SprechtechnikenSprechtechniken: Sprechtechniken helfen Stotternden, sich ein kontrollierteres und flüssigeres Sprechen zu erarbeiten. Hierbei gibt es eine Vielzahl verschiedener Ansätze und Herangehensweisen – alle verfolgen jedoch das Ziel, das Auftreten des Stotterns zu reduzieren..

Die FRANKINI-Therapie besteht aus zwei Blöcken:

1. Online-basierte ElternschulungElternschulung: Die Elternarbeit ist im Sinne der Stottertherapie einer der wichtigsten Bestandteile. Das Mitwirken der Eltern als Motivatoren und Sprechvorbilder sowie als dauerhafte Unterstützung ihrer Kinder, ist für den Therapieerfolg von großer Bedeutung. (Modul 1 + 2)

2. Elternarbeit online und PräsenztherapiePräsenztherapie: Bei dieser Form der Therapie befindet sich der Patient während des gesamten Intensivkurses in der Einrichtung des Therapieanbieters. mit Eltern und Kind plus NachsorgeNachsorge: Beschreibt sämtliche Aktivitäten und Veranstaltungen zur Auffrischung Vertiefung des Gelernten, der Vorbeugung und Minderung von Rückfällen sowie zur langfristigen Sicherung des Therapieerfolges. (Modul 3 + 4)

Das Konzept startet also mit einer umfassenden Elternberatung in Einzel- und Gruppensitzungen. Erst im zweiten Schritt findet die direkte Arbeit zwischen Therapeutinnen und stotternden Kindern statt.

Die Therapiedauer wird im Verlauf des Jahres individuell gehandhabt. Da die Chance auf einen Rückgang des Stotterns in dieser Altersgruppe noch vergleichsweise hoch ist, gibt es zu verschiedenen Zeitpunkten im Rahmen der Behandlung die Möglichkeit, zu pausieren oder die Therapie zu beenden.

Voraussetzung für die Teilnahme an FRANKINI sind diverse, zeitlich nacheinander stattfindende Diagnostikschritte (Elternfragebögen - Anamnese und Screening, Beratungstelefonat, Diagnostiktermin mit dem Kind vor Ort). Erst wenn alle diagnostischen Ergebnisse eine Therapiebedürftigkeit indizieren, kommt es zur Teilnahme an der Therapie. Ziel dieser umfassenden Eingangsberatung ist es, genau hinzuschauen, welche Kinder bereits für eine Intensivtherapie geeignet sind und den Eltern erste Hilfestellungen zu deren Entlastung zu geben. Viele Eltern entscheiden sich dann erstmal für ein Beobachten des Stotterns oder nutzen, auf unsere Empfehlung hin, zunächst doch ambulante Angebote.

Ein zentrales Anliegen der FRANKINI-Therapie ist es, darauf hinzuweisen und aufzuklären, dass „zunehmend mehr Studien sich in den vergangenen Jahren mit dem Einfluss von Redeflussstörungen auf die soziale Entwicklung von Kindern im Vorschulalter beschäftigen…“. „Ist das Kind in seiner alltäglichen Kommunikation behindert, so sollte mit einer Therapie auch dann begonnen werden, wenn zum Zeitpunkt der Diagnostik nur ein geringes Risiko für eine überdauernde Redeflussstörung besteht…“ (Frühkindliches Stottern: Abwarten oder sofort behandeln?, von Christina Lattermann, Forum Logopädie, Heft 2 März 2011).

Weiterführende Details zu FRANKINI finden Sie in der Vorstellung unserer Therapieformen-Vorstellung hier.

Unsere FRANKINI Broschüre finden Sie im Download-Bereich oder laden sie Sie direkt hier herunter.

Weitere Informationen unserer Partner zum Projekt finden Sie beispielsweise hier

> Die Techniker "Stottertherapie FRANKINI"
> Die Techniker "eHealth-Förderung des Landes Hessen"
> Hessisches Ministerium für Soziales und Integration "E-Health-Förderung des Landes Hessen - FRANKINI"
> Hessisches Ministerium für Soziales und Integration "Förderung von Projekten im Rahmen der E-Health-Initiative des Landes Hessen"
> Ärzteblatt "Hessen fördert Online-Stottertherapie für Kinder"


 

Gemeinsam für ein flüssigeres Sprechen

Um während der 2-jährigen Projektphase möglichst umfangreiche und aussagekräftige Erfahrungen sammeln zu können, benötigen wir weitere teilnehmende Familien.

Wenn Sie also:

> gerade ein stotterndes Kind zwischen 3 und 5 Jahren in ihrer Praxis behandeln und/oder

> im Rahmen des Praxisalltags mit dem Störungsbild Stottern an Ihre Grenzen stoßen

> oder Sie selbst keine Spezialisierung im Bereich kindliches Stottern haben, aber betroffeneBetroffene: Bezeichnet einen vom Stottern betroffenen Menschen. Familien zu Ihrer Praxis Kontakt aufnehmen,

dann würden wir uns über eine Empfehlung bzw. Kontaktaufnahme mit uns freuen. Ihre Kooperationsbereitschaft ist äußerst bedeutend für unser Projekt.

 

Was können Sie tun?


Schritt 1:
Wenn Sie einen Patienten haben, der für unser Projekt aufgrund der SymptomatikSymptomatik: Hierunter versteht man die Gesamtheit der kennzeichnenden Merkmale des Stotterns. Es wird zwischen Primärsymptomen (Kernsymptomen) und Sekundärsymptomen (Begleitsymptomen) unterschieden. passen würde, nehmen Sie zunächst einmal Kontakt mit uns auf:

per Telefon unter 05624-9210 oder
per Mail unter presse@kasseler-stottertherapie.de


Schritt 2:

Im nächsten Schritt brauchen wir von Ihnen im Sinne des Datenschutzes das Datenblatt "FRANKINI-Patient" mit den entsprechenden Adressdaten und Freigaben des Patienten zurück.
Bitte laden Sie es hier herunter.

Für Ihre Mühe und Erstberatung, die Sie mit den betroffenen Familien aufwenden, möchten wir uns gerne in Form einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 125 € bedanken. Die Details dazu klären wir im persönlichen Gespräch.


Schritt 3:

Ein Teil dieses Gespräches ist auch Ihr Wunsch, in weit Sie in das Projekt eingebunden sein wollen: gerne halten wir Sie über unsere Erfahrungen mit „Ihren“ Patienten auf dem Laufenden – und laden Sie auch zu einer Hospitation vor Ort oder in einer Online-Sitzung ein. Auch hier besprechen wir sehr gerne die Details persönlich mit Ihnen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

 

Lassen Sie uns gemeinsam stotternden Kindern eine neue Perspektive zeigen und ihnen einen guten Start ins Leben ermöglichen!


 

Stottertherapie für: