Stottertherapie für Kleinkinder

Sollte sich der Eindruck, dass das Kind stottert, durch den Besuch bei einem erfahrenen Sprachtherapeuten bestätigt haben, stellt sich natürlich die Frage: „Was nun?“

Zunächst sei gesagt, dass nicht bei jedem Kind sofort eine Therapie notwendig ist. Manchmal reicht eine gute Elternberatung durch einen auf Stottern spezialisierten Sprachtherapeuten, der die Unsicherheiten im Umgang mit dem Stottern nimmt und Hinweise für die richtige Unterstützung des Kindes gibt. Es kann durchaus sinnvoll sein, das Kind nach der Vorstellung beim Sprachtherapeuten erst einmal eine Weile in seiner Sprachentwicklung zu beobachten und es entsprechend zu unterstützen.

Wenn aber eine Therapie notwendig wird, so gibt es für Kinder in dieser Altersgruppe – unter 5 Jahren – vor allem zwei Therapieansätze, die zu empfehlen sind:

1.    „Mini-KIDS“ (Kinder dürfen stottern)  

Kinder sollen sich auch mit ihrem Stottern als fähige und selbstbewusste Sprecher erfahren. BegleitsymptomeBegleitsymptome: Sind Reaktionen des Stotternden auf dessen Unflüssigkeiten um diese zu verheimlichen, zu kaschieren oder zu unterdrücken. Typisch sind Reaktionen wie Mitbewegungen von Kopf, Armen und Beinen, Abbruch des Blickkontakts oder VermeidenVermeiden: Durch negative Erfahrungen und sprecherische Misserfolge bauen Stotternde häufig Vermeidestrategien auf. So lassen sie oft andere für sich sprechen, vermeiden Situationen und tauschen Wörter und Sätze, um sich dem Stottern zu entziehen. gefürchteter Wörter. sollen abgebaut und ein lockeres, anstrengungs- und angstfreies Stottern ermöglicht werden. Wichtiger Bestandteil der Therapie sind die kontinuierliche Einbeziehung der Eltern und ein offener Umgang mit dem Stottern.

2.    „Lidcombe“

Das flüssige Sprechen des Kindes wird durch Loben verstärkt, das Stottern wird korrigiert. Dies geschieht nach strengen Regeln und mit sehr strukturiertem Vorgehen. Die Eltern werden intensiv angeleitet, um die Übungen zwischen den Therapiesitzungen zu Hause konsequent fortzuführen.

Die Kasseler Stottertherapie therapiert Kinder ab 6 Jahren mit dem FranKa-Therapiekonzept. Die Therapieansätze Lidcombe und Mini-KIDS werden zurzeit nicht von der Kasseler Stottertherapie angeboten.

Franka (Stottertherapie für Kinder von 6-9 Jahren)kreiskinder6-9

Mit 6 Jahren, vereinzelt schon ab 5 Jahren, eignet sich das Therapiekonzept „FranKa“ (Stottertherapie für Kinder von 6-9 Jahren) der Kasseler Stottertherapie. Das Programm wurde in Zusammenarbeit der Kasseler Stottertherapie mit der Universität Frankfurt im Jahre 2009 entwickelt und erfolgreich etabliert. Das Konzept, unter Einbindung eines Elternteils sowie die frühzeitige intensivtherapeutische Intervention, zählt zu den erfolgversprechendsten Methoden in der Kindertherapie. Mehr als 250 Kinder im Alter von 6-9 Jahren haben die Therapie bereits erfolgreich durchlaufen.

Haben Sie Fragen rund ums Thema Stottern oder zu unserem Therapiekonzept? – Setzen Sie sich im Rahmen unserer Sprechstunde mit unseren erfahrenen Sprechtherapeuten in Verbindung.