Stottern bei Kindern maedchen_kreis_klein

In der Regel beginnt das Stottern zwischen dem 3. und dem 6. Lebensjahr. In einigen Fällen ist ein Stotterbeginn auch später möglich, nach der Pubertät aber nahezu ausgeschlossen.

Ist ein Kind mit 6 Jahren vom Stottern betroffen, so zeigt es vermutlich schon seit einigen Jahren eine StottersymptomatikStottersymptomatik: Hierunter versteht man die Gesamtheit der kennzeichnenden Merkmale des Stotterns. Es wird zwischen Primärsymptomen (Kernsymptomen) und Sekundärsymptomen (Begleitsymptomen) unterschieden., z. B. Lautdehnungen und -wiederholungen, Blockaden beim Sprechbeginn, die oft nur mit großer Anstrengung überwunden werden können, oder auch das VermeidenVermeiden: Durch negative Erfahrungen und sprecherische Misserfolge bauen Stotternde häufig Vermeidestrategien auf. So lassen sie oft andere für sich sprechen, vermeiden Situationen und tauschen Wörter und Sätze, um sich dem Stottern zu entziehen. von Sprechsituationen.

Traumatische Erlebnisse, Unfälle, besondere Ereignisse oder das Vorliegen von Sprachentwicklungsstörungen sind nicht die Ursache des Stotterns, können aber dazu beitragen, es auszulösen und aufrechtzuerhalten.

Steigerung der Sprechanforderungen

Oft wird das Stottern erst mit dem Eintritt in die Schule ein Problem. Hat man im Kindergarten vielleicht noch gehofft, dass sich das Stottern wieder „auswächst“ und waren dort die sprecherischen Anforderungen an das Kind noch nicht so hoch, so können sich die Probleme, die Stottern mit sich bringt, mit Beginn des Schulbesuchs bzw. mit fortschreitender Klassenstufe deutlich verstärken.

  • Die Sprechanforderungen steigen.
  • Die Inhalte werden komplizierter.
  • Das Kind muss auf Fragen direkt antworten.
  • Das Kind muss vor anderen Mitschülern frei sprechen und vorlesen.

Durch die steigenden Sprechanforderungen, verbunden mit wiederkehrenden Negativerlebnissen (wiederkehrende Misserfolge in Sprechsituationen, Hänseleien, Benachteiligung bei der Leistungsbewertung), kann sich die StottersymptomatikStottersymptomatik: Hierunter versteht man die Gesamtheit der kennzeichnenden Merkmale des Stotterns. Es wird zwischen Primärsymptomen (Kernsymptomen) und Sekundärsymptomen (Begleitsymptomen) unterschieden. immer weiter verstärken und verfestigen. Für viele stotternde Kinder kann so die Schulzeit zu einer großen Belastung werden, die oft enorme Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein hat. Sollten Anzeichen dafür bemerkt werden, dass das Kind zunehmend unter seinen Sprechunflüssigkeiten leidet und sich diese immer mehr verstärken, muss dringend nach einer geeigneten Therapie gesucht werden.

Stottern stellt jedoch nicht für alle Kinder eine Belastung dar. Viele haben trotz auffälliger Sprechunflüssigkeiten ein gutes Selbstvertrauen, arbeiten in der Schule ungehemmt mit und haben einen sicheren Freundeskreis, der sie mit dem Stottern voll akzeptiert. Für diese Kinder besteht aus ihrer Sicht nicht unbedingt die Notwendigkeit, an einer Therapie teilzunehmen.

Tipps für Eltern

  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie es selbst zu einer Therapie steht.
  • Versuchen Sie einzuschätzen, wie sehr Ihr Kind das eigene Stottern wahrnimmt und wie sehr es sich daran stört.
  • Die Motivation des Kindes, etwas an seinem Sprechen zu verändern, ist einer der Hauptfaktoren, der über den Therapieerfolg entscheidet.
  • Für ein Kind ohne Leidensdruck kann ein späterer Therapiebeginn unter Umständen die bessere Wahl sein.

Haben Sie Fragen rund ums Thema Stottern oder zu unserem Therapiekonzept? - Setzen Sie sich im Rahmen unserer Sprechstunde mit unseren erfahrenen Sprechtherapeuten in Verbindung.