|
Die Kasseler Stottertherapie zählt zu den direkten Therapieverfahren. Das bedeutet, dass die Behandlung direkt an der Stottersymptomatik und den damit verbundenen Verhaltensmustern ansetzt.
Ziel ist es, eine neue, weiche Sprechweise zu erlernen, die es stotternden Kindern ermöglicht, das eigene Sprechen zu kontrollieren und damit in ihrem Alltag dauerhaft flüssiger zu sprechen.
FranKa ist das Frankfurt-Kasseler-Konzept der Kasseler Stottertherapie. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Form der Therapie unter Einbeziehung der Eltern, in der Methoden wie positives Verstärken und Belohnen einen hohen Stellenwert einnehmen.
FranKa wird seit 2009 durchgeführt und wurde gemeinsam von Mitarbeitern der Kasseler Stottertherapie und der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie des Klinikums der Goethe Universität Frankfurt am Main entwickelt.
Die FranKa-Therapie umfasst - 6-tägiger Intensivkurs
- computergestütztes Sprechtraining
- strukturierte Nachsorge mit Eltern
Während des Intensivkurses leben und arbeiten die Kinder sowie ein Elternteil gemeinsam mit den Therapeuten im Institut der Kasseler Stottertherapie. So stellt sich sehr schnell ein Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten ein. Soziale Verantwortung und Toleranz werden eingeübt und gefördert – eine wichtige Voraussetzung, um erfolgreich miteinander zu lernen. Während des Intensivkurses ist das Kind mit einem Elternteil ganztägig für 8 Stunden in der Therapie.
Sowohl die Kinder als auch die Eltern erlernen das neue weiche Sprechen. Dieses neue Sprechmuster wird in diversen Spiel- und Sprechsituationen geübt und gefestigt, um die Anwendung in den Alltag des Kindes (Familie, Schule, Freunde, Sportverein u.ä.) zu erleichtern. Ein wesentlicher Therapieinhalt während des Intensivkurses ist, das weiche Sprechen beim Kind positiv zu verstärken. Damit soll die Sprechfreude und der selbstbewusste Umgang mit dem Sprechen gestärkt werden.
Im computergestützten Sprechtraining hilft eine einfach bedienbare und auf Kinder zugeschnittene Software beim Erlernen und Üben eines weichen Stimmeinsatzes, sowohl während des Intensivkurses als auch danach zu Hause beim selbständigen Arbeiten.
| |
|
|
 |
Intensivprogramm für Kind und ElternDie einwöchige Intensivtherapie für Kinder und ein Elternteil findet im Institut der Kasseler Stottertherapie und in Berlin statt. In der halbjährigen Nachsorgephase führen wir regelmäßig Auffrischungskurse durch. |
Lernen in einer kleiner GruppeDie Intensivtherapie wird in Gruppen mit sechs Kindern durchgeführt. Dieses Gruppenerlebnis fördert den Abbau sozialer Hemmungen und steigert die Motivation der Kinder. Auch die Eltern werden durch das intensive Arbeiten in der Kleingruppe zu Experten in Sachen Stottern ihres Kindes. |
 |
 |
Hervorragendes BetreuungsverhältnisJede Gruppe wird von drei Therapeuten durchgängig acht Stunden täglich betreut. So ist es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Eltern einzugehen. |
Computerunterstütztes SprechtrainingDas Sprechtraining wird unterstützt von einem selbst entwickelten, kindgerechten Computerprogramm, der Therapiesoftware flunatic!junior. Diese bietet Eltern und Kindern die Möglichkeit, selbst aktiv an ihrem Sprechen zu arbeiten und bildet einen zusätzlichen Anreiz für Kinder, ihr neues Sprechmuster zu festigen. So kann im Alltag auf spielerische Weise regelmäßig geübt werden. |
 |
Die Therapie ist nach dem einwöchigen Intensivkurs nicht beendet. Für den dauerhaften Therapieerfolg ist die Nachsorge Voraussetzung.
Nach 1, 3 und 6 Monaten erfolgen Auffrischungskurse von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag. Dabei werden die Erfahrungen aus den vergangenen Wochen besprochen und neue Ziele erarbeitet. Außerhalb dieser Zeit wird zu Hause mit dem PC-Programm, mit Sprechspielen und verschiedenen Alltagssituationen geübt. Hier ist es wichtig, dass Eltern und Kinder gemeinsam Zeit in das Weiche Sprechen investieren.
Nach einem Jahr werden telefonisch die Sprechdaten erhoben, um den Therapieerfolg zu überprüfen.
Die Kombination von Intensivkurs, computergestütztem Sprechtraining und strukturierter Nachsorge mit den Eltern hat zum Ziel, dass die Kursteilnehmer das neu erworbene, flüssigere Sprechmuster auch im Alltag beibehalten.
Unser Ziel ist es, dass auch die Eltern befähigt werden, ihre Kinder im Alltag aktiv zu unterstützen. Im Intensivkurs lernen Eltern und Kinder ein neues, weiches Sprechmuster. Die Eltern erfahren, wie sie ihr Kind durch regelmäßige Übungen und durch den Einsatz des positiven Verstärkens im Alltag unterstützen können. Durch das Vorbild der Eltern soll die Anwendung des Erlernten im Alltag des Kindes erleichtert werden.
Bevor die Kinder einen unserer Intensivkurse besuchen, müssen sie gemeinsam mit ihren Eltern bei einem Informationstag an einem diagnostischen Vorgespräch in Bad Emstal oder in Berlin teilnehmen. Dazu haben Sie an einem unserer Infotage die Gelegenheit oder Sie vereinbaren einen individuellen Termin.
Vormittags ab 8 Uhr findet das für die Therapieteilnahme erforderliche Vorgespräch statt. Hier wird neben der Diagnostik die Therapieeignung, -motivation und -erwartung erfragt. Zudem werden Fragebögen zur Erfassung der Kommunikations- und Sprechfähigkeit ausgefüllt. Ab 11 Uhr wird in einer multimediagestützten Veranstaltung das Konzept der Institut der Kasseler Stottertherapie von Klienten, ehemaligen Therapieabsolventen und dem Therapeutenteam vorgestellt.
Melden Sie sich zu einem Infotag an: Infotag
Eltern und Kinder haben darüber hinaus jederzeit die Möglichkeit, bei einem laufenden Kinderkurs zuzuschauen und sich von den Therapeuten individuell beraten zu lassen.
Das Ziel der Kasseler Stottertherapie ist dauerhaft flüssigeres Sprechen durch Einüben und Beibehalten eines neuen Sprechmusters, das sog. „weiche Sprechen“. Im Mittelpunkt der Kasseler Stottertherapie steht daher das Fühlen des gelingenden Zusammenspiels von Atmung, Stimme und Artikulation, auch in stressigen Situationen und im Alltagstraining. Um das zu erreichen, ergänzt die Kasseler Stottertherapie die Methode des systematischen Einübens eines neuen Sprechmusters zur besseren Sprechkontrolle und Sprechmotorik („fluency shaping“) mit Verfahren des Selbstsicherheits- und Kommunikationstrainings.
|