20. Oktober 2017

Weltstottertag 2017: Patientengeschichte Vom Stotternden zum Sprachjongleur

Bad Emstal/Kassel (ots)Der Weg von Kai Bosch ist außergewöhnlich. Bei dem 20-Jährigen wurde im Kindesalter Stottern festgestellt. Doch davon ließ er sich nicht aufhalten. Heute hat der Poetry-Slammer den Umgang mit Sprache zu seinem Hobby gemacht.

„Mein wichtigster Tipp: Bleibt dran und lasst Euch nicht von Eurem Ziel abbringen“, verrät Kai Bosch. Als Kind hatte er große Probleme beim Sprechen. Kaum ein Satz wollte problemlos über seine Lippen. Ein Arzt bestätigte schließlich bei Kai chronisches Stottern. Weltweit sind 72.000.000 Menschen vom Stottern betroffen.

Die Diagnose schreckte Kai aber nicht ab. Im Gegenteil: Statt Sprache zu meiden, begann er sich für sie zu interessieren. Er fing an, Gedichte und Kurzgeschichte zu schreiben. Sein Ziel: Ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Vor drei Jahren erfüllte sich Kai diesen Traum. Er brachte den Comedy-Roman „Laberaffe“ heraus, der von einem frustrierten jungen Mann handelt.

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18. Oktober 2017

Onlinetherapie hilft gegen Stottern genauso wirksam wie Präsenztherapie

Frankfurt am Main, 18. Oktober 2017Rund 800.000 Menschen in Deutschland sind vom Stottern betroffen, darunter rund 60.000 Menschen in Hessen. Seit vier Jahren bietet das Institut der Kasseler Stottertherapie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine Stottertherapie auch als reine Onlinetherapie an.

Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen anlässlich des Welttags des Stotterns am Sonntag, 22. Oktober, hin. Daten einer Studie, die die TK gemeinsam mit dem Institut der Kasseler Stottertherapie durchgeführt hat, zeigen, dass die Onlinetherapie die Symptome des Stotterns genauso signifikant reduziert wie die vergleichbare PräsenztherapiePräsenztherapie: Bei dieser Form der Therapie befindet sich der Patient während der gesamten Therapiezeit in der Einrichtung des Therapieanbieters.. Der Erfolg der Onlinetherapie zeigt aus Sicht der TK in Hessen, dass telemedizinische Anwendungen einen wertvollen Beitrag in der Patientenversorgung leisten können.

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15. September 2017

Kasseler Stottertherapie auf dem hessischen eHealth-Kongress 2017 in Frankfurt

Kassel, 15. September 2017Mehr als 250 Fachleute diskutierten am vergangenen Mittwoch über neueste Entwicklungen und innovative Ansätze aus Telemedizin, e- und mobile Health. Mit dabei war auch ein Projekt der Kasseler Stottertherapie aus unserer Region.

Stotternde können in Zukunft auf Hilfe durch das Internet hoffen: Dr. Alexander Wolff von Gudenberg, Leiter der Kasseler Stottertherapie (KST) präsentierte auf dem eHealth Kongress in Frankfurt den ersten Prototypen einer webbasierten Therapie-App der KST. Diese „SpeechAgain“ genannte Software zur Selbsttherapie kann es zukünftig ermöglichen, den Therapeuten zu ersetzen. Dieses Projekt wurde vom Land Hessen und der EU gefördert und kürzlich auch für das vom BMWi initiierten Mentorenprogramm „German Accelerator Tech“ in New York ausgewählt. Ziel ist es im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ Investoren und Netzwerke für die Fertigstellung und die internationale Verbreitung zu finden.

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21. Oktober 2016

Teletherapie gleichauf mit Behandlung im Sprechzimmer

Hamburg, 20. Oktober 2016. – Eine Teletherapie hilft Stotternden genauso gut, wie eine vergleichbare PräsenztherapiePräsenztherapie: Bei dieser Form der Therapie befindet sich der Patient während der gesamten Therapiezeit in der Einrichtung des Therapieanbieters.. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Das Team rund um Professor Dr. Harald Euler hatte über einen Zeitraum von einem Jahr sowohl die messbaren Sprecherfolge als auch die gefühlte Verbesserung systematisch erfasst und in einem internen Forschungsbericht mit einer Präsenzgruppe verglichen. Das Ergebnis: „Hinsichtlich der Stotterhäufigkeiten zeigten beide Behandlungsformate desselben Therapieverfahrens eine Wirkung mit mäßig hoher bis hoher Effektstärke, hinsichtlich der subjektiven Beeinträchtigung mit sehr hoher Effektstärke“, so Euler.

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7. Oktober 2016

Neue Leitlinie für Stottertherapie stellt jahrelange Praxis in Frage

Kassel, 07.10.2016. Um den ca. 800.000 Stotternden in Deutschland eine bessere Behandlung zu gewährleisten hat die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) eine Leitlinie für Redeflussstörungen herausgebracht. Unspezifische logopädische Behandlung, die  in Einzelsitzungen verabreicht wird, hat sich nach objektiven Kriterien als deutlich wirkungsloser erwiesen, obwohl sie in Deutschland seit vielen Jahren gängige Praxis ist. Unter dem Dach der AWMF sind 173 wissenschaftlich arbeitende medizinische Fachgesellschaften organisiert.

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16. Juni 2016

Stottertherapie – Neue Studie stellt bisherige Annahme auf den Kopf

Kassel, 14.06.2016 – „Kann eine methodenintegrierende globale Sprechrestrukturierung negative Emotionen mindern?“

Der bislang in der internationalen Stotterforschung bestehende Konsens, dass eine sprechtechnisch orientierte Stottertherapie zwar die Sprechflüssigkeit verbessert, die verfestigten negativen Gefühle und Belastungen jedoch erst durch zusätzliche therapeutische Maßnahmen wie eine kognitive Verhaltenstherapie verringert werden, wurde durch eine vor wenigen Tagen erschienene wissenschaftliche Studie widerlegt. Die Studie erschien am 15. Juni in der Logos, einer Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und Logopädie.

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23. Oktober 2015

Präsenztherapie und Teletherapie Stottern im Wettstreit

Erste Bilanz: Kopf an Kopf-Rennen.

Anlässlich des 18. Weltstottertags am 22. Oktober 2015 veröffentlichte die Kasseler Stottertherapie erste Zwischenergebnisse hinsichtlich des Vergleichs der seit fast 20 Jahren bewährten PräsenztherapiePräsenztherapie: Bei dieser Form der Therapie befindet sich der Patient während der gesamten Therapiezeit in der Einrichtung des Therapieanbieters. und der weltweit ersten Online-Therapie, welche die Behandlung von Stotternden von zu Hause, im virtuellen Therapieraumvirtuellen Therapieraum: Bezeichnet in der Online-Stottertherapie ein Behandlungszimmer im Internet, in welchem sich der/die Patient/en und der Therapeut zu regelmäßigen Therapie- und Trainingseinheiten treffen., ermöglicht.

Kassel (KST) Die weltweit erste Teletherapie für stotternde Menschen ging im Sommer 2014 an den Start. Entwickelt wurde die onlinebasierte Intensiv-StottertherapieIntensiv-Stottertherapie: Anders als bei der ambulanten Therapie, bei welcher der Stotternde den Behandlungsort regelmäßig aufsucht, verbleibt er bei der Intensivtherapie über einen gewissen Zeitraum in einem Therapiezentrum. Eine intensivere Behandlung und Betreuung des Patienten stellt sich ein. vom Institut der Kasseler Stottertherapie gemeinsam mit dem PARLO-Institut für Forschung und Lehre in der Sprachtherapie und der Techniker Krankenkasse. Nach gut einem Jahr können für die 2015 mit dem Medizin-Management-Preis ausgezeichnete Teletherapie erste Ergebnisse vorgelegt werden.

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14. August 2015

Digitalisierung bringt große Vorteile bei der Weiterentwicklung der Telemedizin

Hessen – „Herausragende Erfolge im Bereich der Stottertherapie tragen eine hessische Handschrift.“

So beschreibt Hessens Europastaatssekretär Mark Weinmeister die Kasseler Stottertherapie nach seinem Besuch des Instituts. Auf seiner Sommerreise durch Hessen machte er vor Kurzem auch bei der Kasseler Stottertherapie in Bad Emstal Halt, um mehr über die Therapieeinrichtung, das Konzept sowie bestehende und geplante Innovationen zu erfahren.

„Ich bin begeistert, welche Infrastruktur und vor allem welches Wissen sich hier am Institut der Kasseler Stottertherapie vorfinden lässt. Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig und vor allem wirksam. Das Konzept hier im Haus ist mittlerweile weit über die Landesgrenzen bekannt und das Team um Dr. Alexander Wolff von Gudenberg ist bundesweit Spitzenreiter im Bereich der Stottertherapie“, sagte Europastaatssekretär Weinmeister abschließend.

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27. Mai 2015

Junge Stotterer gehen zur Therapie ins Jugendzimmer

Hamburg – Stottern ist gerade für junge Menschen mehr als nur lästig: Jeder zwanzigste Jugendliche leidet darunter, nicht flüssig sprechen zu können – knapp ein Prozent der Bevölkerung stottert ein Leben lang. Oft scheuen junge Stotterer die Öffentlichkeit und auch den Gang zum Therapeuten.

Für sie ist die Kasseler Online-Stottertherapie eine gute Alternative, mit der die Techniker Krankenkasse (TK) seit dem Start vor zehn Monaten gute Erfahrungen gemacht hat: Wer mindestens 13 Jahre alt ist, kann sich dabei von seinem Jugendzimmer aus in einem virtuellen Therapieraumvirtuellen Therapieraum: Bezeichnet in der Online-Stottertherapie ein Behandlungszimmer im Internet, in welchem sich der/die Patient/en und der Therapeut zu regelmäßigen Therapie- und Trainingseinheiten treffen. mit seinem Therapeuten zu Einzel- und Gruppensitzungen treffen. Wie das genau funktioniert und wie BetroffeneBetroffene: Bezeichnet einen vom Stottern betroffenen Menschen. mit Hilfe der Teletherapie in zwölf Monaten lernen, flüssig zu sprechen, zeigt jetzt auch ein neues Video.

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20. April 2015

Medizin-Management-Preis 2015 für Teletherapie Stottern

Kassel (KST) Die weltweit erste Teletherapie für stotternde Menschen wurde im Rahmen des Innovations-Konvents in Berlin am 15. April 2015 mit dem diesjährigen Medizin-Management-Preis ausgezeichnet. Entwickelt wurde die onlinebasierte Intensiv-StottertherapieIntensiv-Stottertherapie: Anders als bei der ambulanten Therapie, bei welcher der Stotternde den Behandlungsort regelmäßig aufsucht, verbleibt er bei der Intensivtherapie über einen gewissen Zeitraum in einem Therapiezentrum. Eine intensivere Behandlung und Betreuung des Patienten stellt sich ein. vom Institut der Kasseler Stottertherapie gemeinsam mit dem PARLO-Institut für Forschung und Lehre in der Sprachtherapie und der Techniker Krankenkasse.

Die Teletherapie Stottern macht es Betroffenen möglich, sich im häuslichen Umfeld therapieren zu lassen und somit Intensivtherapie und Alltag zu verbinden. Die Patienten werden in Einzel- und Gruppensitzungen im virtuellen Raum therapiert. Die Techniker Krankenkasse trägt die Kosten für Ihre Versicherten ab 13 Jahren. Weitere Informationen zum Online-Konzept finden Sie hier.

> Weitere Infos zur Auszeichnung finden Sie auf der Website des Medizin Management Verbands.
> Auch die Stiftung Gesundheit berichtet in ihrem Blog über die Auszeichnung.
> Die Pressemitteilung zur Auszeichnung finden Sie hier [PDF]

alexander-wolff-von-gudenbergMedizin Management Preis 2015